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Dernière modification : 19 novembre 2020 à 10:11

​MILLERMOALER SCHULL EECHTERNOACH


Projektbeschreibung


Einleitung/ Kontext

Im Auftrag der Gemeinde Echternach wurde unter Leitung des Projektmanagements durch das Büro Schroeder & Associés S.A. der „Masterplan Campus Gare” entwickelt. Das Viertel rund um den vormaligen Busbahnhof in Echternach soll neugestaltet und gefasst werden. Um dem Viertel eine einheitliche Gestaltung zu geben, werden überdies auch die öffentlichen Außenräume, Sichtachsenverbindungen und ein einheitliches Stadtmobiliar mitentwickelt.

Um die Neugestaltung des ehemaligen Bahnhofsviertels an der Sauer, mit Sport- und Schwimmhalle, Schule und einem öffentlichen Parkhaus zu ermöglichen, wurde den Hochbauprojekten eine ausgedehnte Sanierung der örtlichen Infrastrukturen vorangesetzt. Ebenfalls, geleistet durch das Büro Schroeder & Associés S.A., bietet diese Modernisierung und Erweiterung des bestehenden Kanalsystems zukünftig die ausreichende Versorgung der geplanten Projekte und entsprechen zudem den neuesten Anforderungen zum Hochwasserschutz.

So wurden große zentralisierte Kanalleitungen eingebaut, um das anfallende Wasser bei Eintreten des Hochwasserfalls besser sammeln und ableiten zu können. Mit der eigens hierfür eingeplanten Hochwasserpumpstation ist die Stadt zukünftig besser auf etwaige Hochwasser-Ereignisse vorbereitet.

Städtebauliches Konzept

Auf dem durch die Verlagerung des ehemaligen Busbahnhofs neugewonnenen Gelände zieht sich das neue Schulgebäude entlang der Sauerpromenande und schließt sich an den bestehenden Schulkomplex des Zyklus 1 und 2, sowie den Zugang zur Fußgängerzone an. Um sich der umgebenden Gebäudestruktur anzupassen und dem sich vor dem Gebäude erstreckenden Platz anzunähern, wurde das Gebäude in verschiedenen Höhenniveaus konzipiert. So passt es sich im Osten mit einer Höhe von vier Geschossen an die Firsthöhen der Umgebungsgebäude an und wird im Westen auf drei Geschosse abgestaffelt. Zum Schulhof hin wird die Fassade durch einen Gebäudevorsprung im 1. Obergeschoss aufgelockert. Durch diese Niveauunterschiede entstehen auf der 2. und 3. Etage begehbare Dachflächen, welche in Richtung Süden den Blick auf die Stadtsilhouette und den davor gelegenen Schulhof geben und in Richtung Westen den großzügigen Rundumblickauf die Parkanlage, die Sauer und die Stadt bieten.

Der sich über 100m erstreckende Schulkomplex bietet zwei sich gegenüberliegende, barrierefreie Zugänge im Zentrum des Gebäudes. So gibt es zum einen die Möglichkeit, entlang der Sauer das Gebäude von Norden her zu erschließen, oder es zum anderen fußläufig oder mit dem Fahrrad aus den südlich gelegenen Wohngebieten und von der Fußgängerzone aus über den Schulhof zu erreichen. Von den sich gegenüberliegenden Zugängen erreicht man einen großzügigen Eingangsbereich im Herzen des Gebäudes. Von hier aus zieht sich die Haupttreppe durch ein offenes Atrium über alle Etagen nach oben. Durch die darüberliegende Dachverglasung entstehen tageslichtdurchflutete Bewegungs- und Kommunikationszonen, welche Blickverbindungen über mehrere Geschosse ermöglichen und das Geschehen im Schulgebäude für alle Nutzer erlebbar machen. Im Erdgeschoss entsteht durch die verglasten Zugänge eine transparente Sichtachse zwischen Sauerpromenade und Schulhof.

Die Schule - Zielsetzung

Als erster Baustein in der Umsetzung des Masterplans entsteht, geleistet durch das Escher Architekturbüro WW+ architektur + management, das gemeinsam mit dem niederländischen Büro atelier Pro (LPH 1-4) das Verhandlungsverfahren für sich entscheiden konnte, ein Schulprojekt entsprechend des „integrierten Modells“. Dies bedeutet die gemeinsame Nutzung des Gebäudekomplexes durch die Funktionen Unterricht (Zyklen 3-4), morgendlicher Empfang und Nachmittagsbetreuung, sowie die CDI (Centre pour le développement intellectuel) mit der Schaffung entsprechender Synergien.

Um dieser Anforderung und Aufgabe gerecht zu werden, wurden Gespräche mit einer eigens für das Projekt aufgestellten Arbeitsgruppe aus Lehrern, Betreuern, Erziehern und Eltern, sowie Vertretern der Gemeindeverwaltung geführt, um die Planungsphase zu begleiten und das bereits von der Gemeinde mit den Nutzern entwickelte Raumprogramm optimal unterzubringen. Darüber hinaus fanden Abstimmungen mit dem Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend, dem Ministerium für Sport und dem Ministerium für den öffentlichen Dienst statt, um frühzeitig vollständige Transparenz hinsichtlich der gesetzlichen Belange und Vorgaben zu schaffen.

Die Räumlichkeiten des Neubaus sind für den Unterricht von bis zu 500 Kindern konzipiert. Beginn der Bauarbeiten für das Projekt, das die DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) Zertifizierung in Gold anstrebt, erfolgte im März dieses Jahres. Zu Beginn des Jahres 2023 soll die Schule ihren Nutzern übergeben werden.

Entwurfsidee / Materialität

Die lichtdurchflutete Eingangshalle bildet die Verbindung zwischen Schule, Maison Relais und CDI. Hier befindet sich die zu Spielzwecken und Theateraufführungen nutzbare Treppe, sowie auch die angrenzenden gemeinsam nutzbaren Räume, wie der Bewegungsraum, Airtramp, Speiseräume und Lehrküchen. Die großzügig verglasten Bewegungs- und Speiseräume werden bewusst im Erd-geschoss gelagert, um den direkten Zugang und Blick zum Schulhof zu gewähr-leisten.

Die Küche und das Warmbuffet liegen letzterem direkt gegenüber. Durch Blickbeziehungen zur Küche können die Kinder beim Zubereiten der frischen Mahlzeiten den Köchinnen und Köchen auch über die Schulter sehen. Das sich über alle Etagen erstreckende Atrium und Haupttreppenhaus bilden den Anschluss zu den Klassen- und Maison Relais Räumen, sowie den Ateliers.

Im Anschluss an die große offene Haupttreppe befinden sich ‘Boxen’, welche Bewegungszonen gliedern, um dennoch immer wieder zwischendurch Verbindungen zu schaffen. Diese offenen, themenbezogenen Räume dienen der gemeinschaftlichen Nutzung. Hierdurch ergeben sich Flurzonen welche nicht nur der Erschließung, sondern vorwiegend als Spiel-, Ausstellungs-, Aufenthalts- und Ruhezonen dienen. Somit verschmilzt die Spiel- und Flurzone mit den Unterrichtsbereichen und fördert den Kontakt zwischen den einzelnen Klassen.

Grundsätzlich besteht die Philosophie des neuen “integrierten Modells” darin, dass eine Mehrzahl der Räumlichkeiten einschließlich einiger Unterrichtsräume auch für die Maison Relais zur Verfügung stehen. Um diese Multifunktionalität realisieren zu können, wird ein Hauptaugenmerk auf das festinstallierte Mobiliar gelegt, welches dieser Aufgabe gerecht wird. Bei den Materialien der Innenbereiche wird der Schwerpunkt durch die Holzbaukonstruktion auf natürliche warme Materialien, wie Fichtenholz bei den Wänden und Fenstern, sowie Decken der Klassenräume gelegt. Ergänzt werden diese Materialien durch Naturkautschuk- und Parkettböden, sowie eine kindgerechte Farbgebung. Ein besonderes Augenmerk wird zudem auf die Akustik gelegt, somit werden die Holzdecken der Klassenräume als akustikwirksam ausgebildet.

Gemäß dem Holzbau wurde dieser nicht nur im Inneren des Gebäudes sichtbar hervorgehoben, sondern auch im Bereich der Fassade. Bis auf den Sockelbereich, welcher durch die Situation des sich in der Überflutungszone befindlichen Gebäudes, in Beton ausgebildet wird, werden die Fassadenflächen der oberen Geschosse mittels einer vertikalen vorvergrauten Lärchenholzverschalung ausgeführt.

Statik

Um die Schule vor etwaig anfallendem Hochwasser zu schützen, sowie eine möglichst geringe Wasserverdrängung durch den eigenen Fußabdruck zu gewährleisten, wurde das Gebäude vom Ingenieurbüro SGI Ingénierie auf über 150 betonierten Bohrpfählen aufgeständert.

Die Bodenplatte „schwebt“ somit über dem natürlichen Gelände und ist im eintretenden Hochwasserfall gänzlich unterspülbar. Nur ein Kellerraum, welcher die benötigte Technik beherbergt und aus wasserundurchlässigem Beton ausgeführt wurde, befindet sich somit unterhalb des prognostizierten Stands des 100-jährigen Hochwassers.

Auf der Bodenplatte ruht das Erdgeschoss als Sockel aus Beton. Von hier aus erstrecken sich vier betonierte Treppenhäuser bis ins oberste Geschoss des Gebäudes. Sie dienen der statischen Aussteifung und werden später als Sichtbetonflächen erkennbar bleiben.

Die Obergeschosse werden aus massiven Brettsperrholzelementen gefertigt. Diese werden im Werk bereits mit allen Durchbrüchen, Fenstern und Anschlüssen vorproduziert, wodurch die Montagezeit vor Ort erheblich reduziert werden kann. Auch ein Großteil der Holzflächen wird später im Gebäude sichtbar und haptisch erlebbar bleiben. Hierbei spricht man von einer Holz-/ Beton-Hybridbauweise.

Gebäudetechnik

Um den Aufwand an eingebrachter Technik sowie den Energieverbrauch im Gebäude zu reduzieren und den Vorgaben eines hohen Energiestandards sowie der DGNB zu entsprechen, werden die Gebäudehülle hinsichtlich der Dämmstärken und Wärmebrücken am Gebäude optimiert.

Die Planung des Ingenieurbüros Goblet Lavandier & Associés beinhaltet eine zentrale Lüftungsanlage mit hochwirksamer Wärmerückgewinnung, um das Gebäude hygienisch zu be- und entlüften. Zum Schutz vor solaren Einträgen wird das Gebäude mit außenliegenden Raffstores ausgestattet, welche einstrahlungsabhängig gesteuert werden und zudem vor Blendung in den Räumen schützen. Eine tageslichtabhängige Kunstlichtsteuerung sorgt ergänzend für eine optimale Beleuchtung bei minimalen Einschaltzeiten.

Baustellenfortschritt

Erdaushub und Gründung sind abgeschlossen. Der Rohbau des Kellers ist fertiggestellt und die Betonbodenplatte in Zone A (linker Gebäudeteil) wurde gegossen. Die aufstrebenden Betonwände in diesem Bereich sind bereits hergestellt.

Aktuell in Arbeit sind die Sichtbeton-Treppenhäuser 1, 3 und 4, das Treppenhaus 2 wird zeitnah begonnen. Zudem sind die Schalungs-, Bewehrungs- und Betonier-Arbeiten der Betonbodenplatte in Zone B (mittlerer Gebäudeteil) in vollem Gange.

Bis zum Ende des Jahres wird die Bodenplatte fertiggestellt, die Betonwände im Erdgeschoss errichtet, sowie die Betongeschossdecke des 1. Obergeschosses in Zone A und B erstellt. Während aktuell der Beton-Rohbau läuft, befinden sich die Holzbauteile für die Obergeschosse in der Vorfertigung. Ab März 2021 beginnt die Errichtung des Holzbaus.

Bis zum Ende des Jahres wird die Bodenplatte fertiggestellt, die Betonwände im Erdgeschoss errichtet, sowie die Betongeschossdecke des 1. Obergeschosses in Zone A und B erstellt. Während aktuell der Beton-Rohbau läuft, befinden sich die Holzbauteile für die Obergeschosse in der Vorfertigung. Ab März 2021 beginnt die Errichtung des Holzbaus.



Bauherr

- Administration Communale de la Ville d'Echternach

Planungsbüros

Masterplan Gare
- Projektmanagement und Infrastrukturen: Schroeder & Associés S.A.
- Freiraumplanung: Zeyen + Baumann sàrl
- Außenanlagen: Ernst + Partner Landschaftsarchitekten

Campus Scolaire
- Projektmanagement und Infrastrukturen: Schroeder & Associés S.A.
- Architektur und Bauleitung: WW+ architektur + management sàrl (HOAI LPH 1-9)
- Partner Architektur: atelier PRO (LPH 1-4)
 -Tragwerksplanung: SGI Ingénierie S.A.
- Haustechnikplanung: Goblet Lavandier & Associés S.A.

Daten, Zahlen & Fakten

- Planungszeitraum: 12/2018 - 04/2021
- Realisierung: 08/2019 - Ende 2022
- BGF (Bruttogeschossfläche): 9.299 m²
- NGF (Nettogeschossfläche): 8.571 m²
- Gesamtareal: 0,51 ha

Fakten - Neubau Millermoaler Schull Eechternoach

- Neubau Schulkomplex für Zyklen 3-4, Kita (Maison Relais) und CDI (Centre pour le déve-loppement intellectuel)
- Partizipativer Prozess mit Nutzern und Bauherrn
- Philosophie des „integrierten Modells“: Synergien zwischen Schule & Kindertagesbetreuung (Maison Relais), gemeinsame Raumnutzungen
- Holz-/Hybridbauweise – Niedrigenergiestandard
- Zertifizierung in DGNB Gold angestrebt (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen)

Kontakt
Gemeindeverwaltung Ville d’Echternach
Service Technique
(+352) 72 92 22-1
service.technique@echternach.lu
www.echternach.lu


Non
Non

Administration communale de Echternach

Heures d'ouverture

Lundi: Tous les services: 08.30 à 11.30 heures et de 14.00 à 16.30.
Réception, Bureau de la Population, Etat Civil, Recette: 16.30 à 19.00.
Service Technique: 16.30 à 19.00 heures sur rendez-vous.
Mardi à Jeudi: Tous les services: 08.30 à 11.30 heures et de 14.00 à 16.30 heures.
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